Slime - Show wird verschoben
Mittwoch 07.11.2012
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr
Vorverkauf: € 17,00 zzgl. Vorverkaufsgebühren | Abendkasse: folgt || Tickets >>

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Slime ist eine einflussreiche deutsche Punkband. Sie bestand zunächst von 1979 bis zur Auflösung 1994. 2010 spielte die Gruppe zum 30-jährigen Bandjubiläum mehrere Auftritte. Slime kommen im Rahmen ihrer "Sich fügen heißt lügen!"-Tour am Sonntag, 7. November, in die Würzburger Posthalle.
Slime prägte die politische Grundhaltung eines großen Teiles der deutschen Punkbewegung und schrieb extrem provozierende Texte. So besang die Band in Deutschland muss sterben dessen Untergang, forderte Yankees raus!, wetterte gegen Bullenschweine und verglich die Polizei mit der SA und der SS („Polizei SA/SS“). Sie proklamierte „legal, illegal, scheißegal“ und beschimpfte mit „A.C.A.B.“ die Polizei. Deutschland muss sterben (… damit wir leben können) wurde zum Motto der Szene.
Slime richtete sich in Songs wie „Sand im Getriebe“ gegen den Staat und sang in „Nazis Raus“ (Original von Beton Combo) sowie „Schweineherbst“, einer Reaktion auf die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen, gegen Nazis. Mit „Hey Punk“ schrieben sie eine Punk-Hymne. Das Lied Deutschland muss sterben (… damit wir leben können) ist eine Umkehrung der Losung „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ auf dem 1936 errichteten Hamburger Kriegerdenkmal am Dammtorbahnhof und sorgte für heftige Kontroversen. Nach einem Beschluss[1] des Bundesverfassungsgerichts ist es jedoch erlaubt, das Lied öffentlich abzuspielen oder zu zitieren. In seiner Urteilsbegründung bezog es sich auf die im künstlerischen Anspruch metaphorische Ähnlichkeit mit Heinrich Heines Weber-Gedicht. Die Band stellte Punk nicht nur als kämpferische Agitation, sondern auch als Party dar. Mit Karlsquell besangen sie das gleichnamige Aldi-Bier, ein damaliges Szenegetränk.

